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Über die Kriminalisierung der Helfenden
Die Veranstaltung findet im Rahmen der Ausstellung «Kein Land in Sicht für die Seenotrettung» der Tageszeitung neues deutschland statt.

Das Mittelmeer war 2018 erneut die gefährlichste Seeroute der Welt. Laut UN-Flüchtlingshilfswerk lag dies an der restriktiven Flüchtlingspolitik der Europäischen Union. Während die EU-Staaten die Häfen schlossen, entstand eine Vielzahl an privaten Initiativen, die sich der Rettung von Menschen in Seenot annahmen. Auch wenn die Rettung Schiffbrüchiger im internationalen Recht verankert ist, werden viele Seenotrettungsorganisationen mit konstruierten Anklagen überzogen.

Claus-Peter Reisch steht momentan in Malta vor Gericht, ihm wird eine fehlerhafte Registrierung der «LIFELINE» vorgeworfen. Der Kapitän aus Bayern ist durch sein couragiertes Auftreten bekannt geworden. Sara Mardini wurde in Griechenland wegen «Menschenschmuggel, Geldwäsche, Spionage und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung» festgenommen, sie hatte als Freiwillige für die NGO ERCI – Emergency Response Centre International Flüchtlinge auf Lesbos betreut. Sie war bekannt geworden, weil sie 2015 zusammen mit ihrer Schwester Yusra ein havariertes Flüchtlingsboot stundenlang schwimmend in Sicherheit gebracht hatte. Dagmar Enkelmann spricht mit Claus-Peter Reisch und Sara Mardini über die Kriminalisierung von Seenotrettung, die Lage in den Flüchtlingscamps und Auswegen aus der humanitären Krise auf dem Mittelmeer.

Mit:

► Sara Mardini (Aktivistin)
► Claus-Peter Reisch (Kapitän, Mission Lifeline)
► Dagmar Enkelmann (Vorsitzende des Vorstands der Rosa-Luxemburg-Stiftung)

Musik: وليد حبش Walid Habash

Davor um 17:00 Uhr: Eröffnung der Ausstellung «Kein Land in Sicht für die Seenotrettung» mit den Veranstaltern. Die Tageszeitung neues deutschland zeigt die Arbeit der privaten Seenotrettungscrews von 2015 bis heute.

Am 6. März: Diskussion europäisches Migrationsregime
dasND.de/Seenotrett0603

Am 11. März: Diskussion solidarische Städte und Protest
dasND.de/Seenotrett1103

Die Ausstellung ist vom 18.02.2019 bis 11.03.2019 im Foyer des Franz-Mehring-Platz 1 in Berlin geöffnet.

https://www.facebook.com/events/2354052257938454/