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Abdulkadir Musa, Rebecca Rukeyser, Mitja Vachedin, Liwaa Yazji und Erica Zingano

Begrüßung: Torsten Wöhlert, Staatssekretät für Kultur

Würde man eine Feldforschung über die Entwicklung der Berliner Literaturszene der letzten 20 Jahre in Auftrag geben, dürfte vor allem ein Phänomen ins Auge fallen: die Vielsprachigkeit ihrer schreibenden, übersetzenden und vermittelnden Akteure. Projekte wie »writers@berlin« auf Literaturport.de oder die PARATAXE-Symposien, die wir mit den »Stadtsprachen«-Kollegen veranstalten, haben das Gelände kartografiert und dabei eine ganz erstaunliche Vielgestaltigkeit beschrieben. Zum hiesigen literarischen Ökosystem gehören eine polnische Buchhandlung, russische Magazine, englische Lesereihen, hebräisch-arabische Autorenzirkel genauso wie ein mazedonischer Verlag oder die Schreibwerkstätten einer argentinischen Autorin. Kein Wunder also, dass auf die erste Stipendienausschreibung des Berliner Senats, die sich ausschließlich an fremdsprachige Berliner Autorinnen und Autoren richtete, etwa 250 Bewerbungen eingingen. Die Jury zeichnete den kurdischen Lyriker Abdulkadir Musa, die amerikanische Autorin Rebecca Rukeyser, den russischen Erzähler Mitja Vachedin, die syrische Filmemacherin und Lyrikerin Liwaa Yazji, die brasilianische Dichterin und Künstlerin Érica Zingano sowie die amerikanische Autorin und Übersetzerin Amanda DeMarco mit einem Jahresstipendium aus. Die fünf Erstgenannten folgen unserer Einladung, lesen aus ihren aktuellen Projekten – im Original, aber auch in deutscher Übersetzung – und gehen in Gesprächen mit Übersetzern und Juroren den literarischen Produktivkräften dieser Stadt nach.

Eintritt frei!

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